Das hat mich im Bouldern besser gemacht

Erfahrungen von BIN WEG BOULDERN-Hörern

Das hat mich im Bouldern besser gemacht

In meiner letzten Podcastfolge mit Lisa Friedrich habe ich unter anderem von den Dingen erzählt, die mich im Bouldern besser gemacht haben. Das waren tatsächlich meine Krisen! Durch meine starken Migräne-Attacken und Kopfschmerzen hatte ich eine Therapie begonnen und Rehasport gemacht. Die Übungen, die ich dort gelernt habe, sollten meinen Rücken stabilisieren – und haben mir zugleich auch wahnsinnig weitergeholfen, was Core-Stabilität an der Wand angeht! Um meinen Tennisarm zu bekämpfen habe ich mit der Kletter-Physiotherapeutin Sharon Redling herausgefunden wo meine Schwachstellen sind, die die Ellbogen-Schmerzen ausgelöst haben. Dann habe ich meine Rückenübungen mit Ausgleichstraining ergänzt. Das hat mir merkbar viel neue Kraft in den Schultern gegeben!

Nun war ich neugierig und wollte von meinen Hörern via Instagram und Facebook wissen:

Was hat euch im Bouldern besser gemacht?

Hier sind eure Antworten:

nika_bouldert schrieb:

Bei der Boulder Bundesliga mitmachen! Dadurch versuche ich auch Routen, die ich bei mir in der Halle wahrscheinlich erst gar nicht probieren würde. Dann merke ich, dass es ja doch irgendwie geht. Ich projektiere bei der Bundesliga auch mit besseren / anders guten Leuten, was mir mehr Möglichkeiten aufzeigt.

botsandbrainz schrieb:

Meinen Freunden beim Bouldern zuschauen und sie natürlich auch anfeuern! Dabei kann ich Bewegungsfolgen neu kennenlernen und es macht auch mega viel Spaß!

mademoiselle.eva schrieb:

Üben, üben, üben. Vor allem an Routen, die dich tendenziell unterfordern. Dadurch habe ich es geschafft meine Technik stark zu verbessern und bekomme jetzt auch schwierigere Routen hin.

thomas_brockt schrieb:

Am Anfang haben mir YouTube-Videos zu ein paar Techniken geholfen. Die habe ich versucht erst vorm Monitor (ganz ohne Wand) nachzumachen und dann in der Halle an einfachen Bouldern. Jetzt nehme ich mir jedes Mal in der Halle vor, wenigstens eine Sache zu machen, auf die ich an diesem Tag keine Lust habe. Das können verschiedene Dinge sein: Platten oder Koordinations-Dynos. Aber auch mentale Dinge, wie an dem Wandabschnitt klettern, wo viele starke Leute gerade am Gange sind.

chris_boulders schrieb:

Mastermind lesen.
(Anm: Ein Buch von Jerry Moffat)

lil.bab schrieb:

Gemeinsam über Routen grübeln und eine Lösung erarbeiten. Ob ich sie am Ende auch schaffe, ist gar nicht mal so wichtig. Wir haben einfach auch an schwereren Routen gesessen und probiert. Irgendwann kommt dann das nächste Level.

flower_fairy schrieb:

Ich habe andere und mich selbst nach meinen Schwächen gefragt, alle aufgeschrieben und geschaut, wie ich sie verbessern kann. Dann habe ich mich auf eine Schwäche nach der anderen fokussiert. Die Fußtechnik habe ich zum Beispiel verbessert, indem ich mir vorher jede Route ganz genau angeschaut habe. Ich habe mir die Beta vorgestellt, mit dem Fokus darauf, wo ich meine Füße hinstellen werde. Beim Bouldern habe ich dann auch genau auf die Füße geschaut, wenn ich sie gestellt habe.

pandactif schrieb:

Mir hat es geholfen zu verstehen, dass Bouldern ein Gruppensport ist und auch nicht so gute Leute super gute Ideen für meine Routen haben können. Sie können sie vielleicht nicht klettern, aber sehen eine andere Lösung.
Außerdem hilft das Projektieren mit Frauen. Vor allem im Hobbybereich ist bei Männern die Kraft und Dynamik dominierend, während Frauen technisch anspruchsvollere Züge hinkriegen, die aber kraftsparender sind.

climbingjenny schrieb:

Ich mache Atemübungen und Yoga. Die eine Übung nennt sich zirkulierende Atmung. Das ist die, die ich am häufigsten vor dem Bouldern übe. Die andere nennt sich Blene oder Brahmarl und kommt aus dem Yoga. Das wirkt entspannend und kann wunderbar auf das Bouldern vorbereiten. Mit etwas Übung in der Atmung ist das super um z.B. vor einem schweren Problem etwas runterzukommen und dabei den Boulder zu visualisieren.

schroedingers_t.rex schrieb

Da ich verdammt klein bin, half mir das Training am Campusboard und Beastmaker. Dadurch kann ich das, was ich aufgrund der Größe mit den Beinen nicht schaffe, mit den Armen/Fingern ausgleichen.

fotografiefelixlimmer schrieb:

Ich bin besser geworden durch Freunde, die besser waren. Deren Können hat mich motiviert und mir Wege gezeigt, über die ich wahrscheinlich noch ewig gegrübelt hätte. Außerdem half natürlich der unbedingte Wille, mich selbst kontinuierlich zu verbessern.

Hannes Huch schrieb:

Gnadenlose innere Härte!

jschirmchen schrieb:

1) Projektieren und nicht nach zwei Versuchen zum nächsten Boulder gehen
2) Campusboard und anderes kletterspezifisches Krafttraining
3) Meine Hüftbeweglichkeit trainieren
4) Mein Buchtipp: “Athletiktraining fürs Klettern und Bouldern”

marius_rocknroll schrieb:

Ich bin seit Oktober 2018 dabei und beobachte, wie ich fast von Woche zu Woche stärker werde. Am meisten hat mir meine eigene Motivation geholfen, neue Dinge anzugehen. Die ziehe ich aus Videos von Weltcups – genau so wie aus dem Bouldern mit stärkeren Freunden.

philippbrck schrieb:

Boulder Weltcups schauen hilft! Die Bewegungsabläufe auf dem hohen Level haben mir ein besseres Verständnis dafür gegeben, wie Routen generell aufgebaut sind bzw. welche Bewegungsabfolgen häufig geschraubt werden. Das hat mir geholfen, die Routen vorher besser zu lesen oder auch intuitiver zu sehen.

nicolas_altmaier schrieb:

Ganz viel Bouldern und das am besten am Fels.

lovingwolfes_climber schrieb:

Tipps auch von fremden Boulderern annehmen und versuchen, sie umzusetzen. Sich auch einfach mal hinsetzen und die Route mehrmals in Ruhe und ohne Druck im Kopf durchgehen.

steini11190 schrieb:

Mich hat es besser gemacht, zu verstehen, wie viel neben Kraft und Technik der Kopf zählt: Überwindung, Vertrauen in die eigene Stärke und ein starker Wille sind die stärksten Muskeln beim Bouldern. Das hat mich bisher sehr weit nach vorn gebracht. Beispielsweise wenn es darum geht, in den nächsten Schwierigkeitsgrad zu gehen. Da denkt man oft, man hat die Kraft noch nicht. Aber ich habe gemerkt, dass man sich auch einfach trauen muss solche Sachen zu probieren. Mit Wille geht bei mir echt viel.

Dirk Wozniak schrieb:

Für mich ist es: Während meines Trainings die Achtsamkeit auf meinen eigenen Rhythmus! Ich tendiere wie wahrscheinlich alle Menschen dazu mich mit anderen zu vergleichen. Mich dann bei diesem inneren Impuls mal zurückzunehmen lässt mich mehr in meiner Mitte und aufmerksamer Bouldern, finde ich. Also sich nicht immer vergleichen müssen, dass könnte eine innere Stärke sein, die mich voranbringt.

Andreas Müller schrieb:

Was mir extrem hilft und mich verbessert, gerade als Anfänger? Dass man mich analysiert beim Bouldern. Mich eventuell sogar auf Video aufnimmt, sodass ich meine “Fehler” besser erkenne.

Rx Human schrieb:

Traversen bouldern! So lernt man die Füße richtig zu setzen und man lernt auch neue Griffe kennen.

bin.weg.bouldern schreibt:

Danke ihr Lieben, das sind wahnsinnig viele schöne Gedanken, Anregungen und Tipps!